Andere Autoren: Arbeit der Familienfrauen und -männer wichtig?
Geschrieben am 15.01.2003 von admin
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Anonymous schreibt: "Der Artikel von Gerald Hüther am 11.1.03 in der Stuttgarter Zeitung ("Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" / Mut zur Erziehung) führte mich zu win-future.
Etwas erstaunt bin ich nun, daß hier in dieser Webseite sowohl bei den "Wiss. Erkenntnissen" als auch bei den "Praxisberichten" keinen Link zu "ELTERN" gibt.
Spielen sie keine Rolle mehr in der Erziehung?
Findet Erziehung nur noch außer Haus statt?
Werden sie nicht beachtet, weil es hauptsächlich Frauen sind, die diese Arbeit machen?
Wird ihre Arbeit nicht beachtet, weil sie bislang nicht bezahlt wird, die Rente dafür sich im Taschengeldbereich bewegt, der Unfallversicherungsschutz ganz fehlt etc. ???
Möglicherweise ist diese Ignoranz, die sich von den Medien über die (Frauen)Politik bis in die Wissenschaft (oder umgekehrt) erstreckt, das eigentliche Problem der Misere in unserer Erziehungslandschaft. Nur die Erwerbsarbeit gilt als "richtige" Arbeit, sei sie auch noch so stumpfsinnig. Wen wundert es da, daß immer weniger Frauen diese Arbeit machen wollen (und Männer gleich gar nicht in dieses Arbeitsfeld einsteigen)? Der Gipfel: als Familienfrauen werden Mütter verspottet - als Tagesmütter werden sie von allen hofiert!
Wenn es stimmt, wie Gerald Hüther ausführt, daß die frühen "Verschaltungen" im Gehirn ausschlaggebend sind dafür, wohin sich ein Kind entwickelt, daß die Hirnentwicklung in hohem Ausmaße abhängt "von der emotionalen, sozialen und intellektuellen Kompetenz (der) erwachsenen Bezugspersonen",
dann muß man doch der allerersten Bezugsperson, idR also der Mutter, die allerhöchste Aufmerksamkeit widmen. Sie muß in erster Linie befähigt werden, "richtig" mit dem Kind umzugehen. Danach kommt natürlich gleich der Vater. (Wir brauchen also dringend Elternschulung!) die ErzieherInnen und LehrerInnen kommen erst danach, sie sind nachrangig für ein Kind.
Mütter oder Väter, die Familienarbeit leisten, können also gar nicht hoch genug gebildet sein für diese wichtige Arbeit. Ich habe das während der Erziehung meiner drei Kinder auch tatsächlich so erlebt. Aber es ist erschreckend, wie oft in der Öffentlichkeit diese Arbeit schlecht geredet wird. Ganz so, als gäbe es nicht in jedem Beruf interessante und den Geist fordernde Aufgaben ebenso wie langweilige Routinetätigkeiten.
Schlecht ist nicht die Arbeit, schlecht sind die Arbeitsbedingungen (einschließlich des Ehelichen Güterrechts)! Dazu mehr in:
www.dhg-vffm.de
Gesa Ebert, Stuttgart
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