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Andere Autoren: HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
Geschrieben am 27.05.2004 von S. Ihlenfeldt
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Anonymous schreibt: "PRESSEDIENST
TRÄGER: DEUTSCHER ARBEITSKREIS FÜR FAMILIENHILFE e.V., FREIBURG/BR
HBF-PRESSEDIENST, Biesinger Str. 16, 72070 Tübingen, Tel: 07071-400690, Fax: -400691, E-Mail: [email protected], www.heidelberger-familienbuero.de
HBF-Aktuell - HBF-Aktuell - HBF-Aktuell - HBF-Aktuell
Tuebingen, 26. Mai 2004
"Ueberraschende" Erkenntnis fuer Bundesministerin Renate Schmidt:
Familienbildung lohnt sich!
- Erlanger Entwicklungs- und Praeventionsstudie vorgestellt
HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)
PRESSEDIENST
TRÄGER: DEUTSCHER ARBEITSKREIS FÜR FAMILIENHILFE e.V., FREIBURG/BR
HBF-PRESSEDIENST, Biesinger Str. 16, 72070 Tübingen, Tel: 07071-400690, Fax: -400691, E-Mail: [email protected], www.heidelberger-familienbuero.de
HBF-Aktuell - HBF-Aktuell - HBF-Aktuell - HBF-Aktuell
Tuebingen, 26. Mai 2004
"Ueberraschende" Erkenntnis fuer Bundesministerin Renate Schmidt:
Familienbildung lohnt sich!
- Erlanger Entwicklungs- und Praeventionsstudie vorgestellt
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Montag hat Bundesfamilienministerin Renate Schmidt entgegen ihres mittlerweile etablierten Rituals keine weitere Studie ueber die Vorzuege fruehkindlicher bzw. schulischer (organisierter) Ganztagsbetreuung vorgelegt. Offenkundig hat sie sich daran erinnert, dass bei der Erziehung von Kindern Eltern doch eine Groesse darstellen, die (noch?) nicht ganz vernachlaessigt werden kann. Tatsaechlich foerdert die nun praesentierte (und umfassend angelegte) Untersuchung von Wissenschaftler/innen der Universitaet Erlangen-Nuernberg (erneut - z.B. HBF 23.07.02 oder 23.12.03,) eine Erkenntnis zu Tage, die sich mit einer allgemeinen und bislang nicht ganz unbekannten Lebenserfahrung deckt: Erziehungskompetente Eltern, die sie sich ausreichend Zeit fuer ihre Kinder nehmen, bestimmen entscheidend den Entwicklungserfolg ihrer Kinder (siehe Anlage).
Um den sowieso schon knapp bemessenen Etat von Frau Schmidt zu schonen, ein Hinweis unseres Bueros: Vermutlich wird ihr (hochkaraetig besetztes) Ministerium schon bald auf den "revolutionaeren" Gedanken kommen, dass Elternbildung nicht erst im Kindergartenalter einsetzen sollte, sondern sogar schon lange davor. Bevor sie dafuer neue Foerdergelder mobilisiert, lohnt sich der Blick auf die umfangreiche Studie zur Lage der Familienbildung in Baden-Wuerttemberg (incl. Berichten ueber aehnliche Projekte im Ausland) und die Ergebnisse der dazugehoerigen Fachtagung (vgl. dazu HBF vom 17.07.03).
Mit freundlichen Gruessen
HBF-Pressedienst
PS:
Zur Klage des SPD-Kandidaten fuer das Europaparlament und Reiseunternehmers Vural OEger ueber die "gebaerfaulen deutschen Frauen" findet sich in der heutigen BZ-Berlin auch eine (verkuerzte) Stellungnahme unseres Bueros.
HBF-Hinweis:
Diese Information mit (weiteren) aktivierbaren Links und dem Original-Layout finden Sie unter:
www.heidelberger-familienbuero.de in der Rubrik "Aktuelles"
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Auszug: Bundesministerium fuer Familien und Senioren Pressemitteilung 24.05.2004
Kindern mit Verhaltensproblemen kann fruehzeitig geholfen werden
Bundesministerin Renate Schmidt stellt Studie "Soziale Kompetenz fuer Kinder und Familien" vor
UEber die Haelfte der Muetter und Vaeter klagt ueber regelmaessige Verhaltensprobleme der Kinder und ueber Erziehungsschwierigkeiten. Dabei zeigen Jungen deutlich mehr Probleme des Sozialverhaltens wie zum Beispiel Aggression oder Hyperaktivitaet und Maedchen ueberwiegend emotionale Probleme. Dies belegt die Studie ''Soziale Kompetenz fuer Kinder und Familien'', die das Bundesministerium fuer Familie, Senioren, Frauen und Jugend bei Prof. Dr. Dr. Friedrich Loesel an der Universitaet Erlangen-Nuernberg in Auftrag gegeben hatte.
(...)
Die kombinierte Eltern-Kind-Foerderung traegt zu einem besseren Familienklima bei und stellt die Weichen fuer konstruktive Problemloesungen im privaten und sozialen Raum. Ein solcher familienzentrierter Ansatz wird hier erstmalig in Deutschland praktiziert. Er liefert konkrete Bausteine zu qualitativen Fortschritten in der institutionellen (1.!) und familiaeren (2.) Betreuung.*
Zentrale Ergebnisse der Studie ''Soziale Kompetenz fuer Kinder und Familien'':
(....)
Risiken bei den Eltern sind mangelnde emotionale Zuwendung, Desinteresse an kindlicher Entwicklung, inkonsistente, nachlaessige oder uebermaessig strenge Erziehung, mangelhafte Aufsicht des Kindes, permanente Konflikte zwischen den Eltern, aggressives Familienklima, Alkoholmissbrauch bei Eltern und Grosseltern.
Risiken bei den Kindern sind ein schwieriges Temperament, unsicheres Bindungsverhalten, niedrige Intelligenz, Defizite und Probleme in der sozialen und kognitiven Entwicklung, Impulsivitaet, Unaufmerksamkeit, Hyperaktivitaet.
(....)
Dabei profitierten jene Kinder am meisten von den Praeventionsmassnahmen, die vorher die gravierendsten Verhaltensprobleme hatten.
Auch das Elterntraining zur Foerderung der Erziehungskompetenz hatte eine positive Wirkung auf das Erziehungsverhalten. Eltern lernten, Grenzen zu setzen, das Umgehen mit Stresssituationen und konsistenteres Erziehen. Am staerksten wirkte die Kombination von Eltern- und Kindertraining.
(....)
Die Studie empfiehlt, dass wegen der komplexen Zusammenhaenge die Praevention in verschiedenen Bereichen ansetzen sollte: bei der elterlichen Erziehung, der kindlichen Sozialkompetenz, der medizinischen Vorsorge und den sozialen Rahmenbedingungen.
(...)
Weitere Informationen zur Studie ''Soziale Kompetenz fuer Kinder und Familien'' erhalten Sie auf unserer Homepage. Im Forschungsnetz ist eine Kurzfassung der Hauptresultate eingestellt.
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*Ergaenzung in der Klammer durch das HBF.
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