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Andere Autoren: Zur spezifischen Methylphenidat-Wirkung
Geschrieben am 02.07.2002 von Admin

HRSchmidt schreibt:
"Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt

Erst k�rzlich habe ich wieder von einer Mutter geh�rt, deren Kinderarzt ihr empfahl, beim unruhigen S�hnchen einfach mal Ritalin auszuprobieren, und wenn es wirke, sei die Diagnose "ADHS" damit best�tigt. Dieser Irrglaube steckt in sehr vielen Elternk�pfen (und �rztek�pfen wohl auch noch), das habe ich immer wieder festgestellt.

Die meisten Eltern glauben, um Ritalin geben zu k�nnen, bed�rfe es der Diagnose "ADHS", und wenn das Mittel wirkt, w�re klar, dass ihr Kind an "ADHS" leidet. Ein fataler Zirkelschluss.

In einem fr�heren Beitrag habe ich mich mit diesem Problem bereits auseinander gesetzt. Seri�se wissenschaftliche Studien zur spezifischen Wirkung von Methylphenidat bei "ADHS" sind aus verst�ndlichen Gr�nden sehr selten. Schlie�lich kann man keinen gesunden Kindern zu wissenschaftlichen Zwecken Ritalin geben (obwohl genau dieser Gro�feldversuch derzeit weltweit unkontrolliert l�uft!). Deshalb ist die Studie von KLEIN RG u.a. so kostbar und aufschlussreich.

Diese Autoren haben die Hypothese �berpr�ft, derzufolge Stimulanzien bei antisozialen Verhaltensst�rungen ("conduct disorder", das sind aggressive, gewaltt�tige, kriminelle oder zerst�rerische Kinder) nicht hilfreich seien. Man geht gew�hnlich davon aus, dass Methylphenidat, das bei Kindern mit "ADHS" wirkt, auf die Symptomatik solcher antisozialer Verhaltensst�rungen keinen hilfreichen Einfluss hat. Methylphenidat soll also ganz spezifisch auf die "ADHS"-Symptomatik wirken.

84 Kinder mit antisozialer Verhaltensst�rung, wovon 2 Drittel auch ADHS hatten, das andere Drittel aber nicht, wurden 5 Wochen lang mit Methylphenidat bzw. Placebo behandelt und in ihrem Verhalten von Lehrern, Eltern und Klinikern genau beobachtet. Die Erwartung war also, dass sich das Medikament nur auf die "ADHS"-Symptomatik auswirken d�rfte. Ganz entgegen dieser Erwartung zeigte sich aber eindeutig, dass das Medikament die Symptomatik der antisozialen Verhaltensst�rung bei allen Kindern bedeutsam reduzierte, unabh�ngig davon, ob ein Kind auch noch "ADHS" hatte oder nicht.

Methylphenidat hat demnach auch eine eindeutige Wirkung auf die Symptome einer gew�hnlichen Verhaltensst�rung, und nicht nur auf die Symptomatik von "ADHS". Dies zeigt sehr deutlich, dass Methylphenidat unspezifisch wirkt und seine Wirkung keinen diagnostischen R�ckschluss erlaubt. Sonst m�sste man ja gem�� der bisherigen "ADHS"-Logik folgern, diese Untersuchung h�tte best�tigt, dass die Wirkung von Methylphenidat die Diagnose einer antisozialen Verhaltensst�rung begr�nde. Und das sagt ja sicher keiner. Aber wenn es um "ADHS" geht...

Oder allgemein: Eltern, bei deren Kind Methylphenidat symptomd�mpfend wirkt, k�nnen nicht schon deshalb davon ausgehen, dass "ADHS" vorliegt. Es kann auch eine Verhaltensst�rung sein, f�r die das Medikament gar nicht gedacht (und vielleicht langfristig auch hirnsch�digend) ist. Noch allgemeiner: Methylphenidat wirkt immer, egal ob einer was hat oder nicht. So ist das eben mit einem Psychopharmakum.

Quelle: KLEIN RG u.a.: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db;=PubMed&list;_uids=9400342&dopt;=Abstract

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