PISA - Anfang der Unzufriedenheit
Geschrieben am 28.12.2004 von admin
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BrunoRossi schreibt: "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Albert EinsteinPisa - Vergleichen ist das Ende des Gl�cks und der Anfang der Unzufriedenheit........
Burnout - chronisches Ungleichgewicht zwischen Anforderung und Ressourcen. Depression - Trag�die des pers�nlichen Ungen�gens. Beides - vielleicht ist es sogar dasselbe? - Resultat von andauerndem, krank machendem Stress. Die Kosten desselben hat das SECO f�r das abgelaufene Jahr berechnet: 4.2 Milliarden belegte, kurzfristige Kosten. Noch nicht einmal ber�cksichtigt ist dabei alles, was sich erst in der Zukunft auswirkt und alles, was nicht mit Geld bewertet wird. Der Verdacht muss entstehen, dass der Verlust sich ohne weiteres auf das Doppelte belaufen k�nnte.
Genau um diese Kosten einzusparen - so argumentieren die Verfasser mit ihren Auftraggebern - sind regelm�ssige PISA-Studien notwendig. In diesen werden im Vergleich von 32 Staaten die erfolgreichsten Bildungswesen identifiziert, damit ihr Erfolg sichtbar werden kann. (Massgebend sind dabei 3 Disziplinen: Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften) Auf dass die andern zu ebensolchem Erfolg kommen k�nnen. Nur - und damit schliesst sich der Kreis - ob damit Burnout und Depression abgebaut werden k�nnen? Muss nicht doch eher der Verdacht erwachen, dass, auf h�herem Niveau (unter erh�htem Druck), beides mitsamt zugeh�rigen Kosten noch einmal verdoppelt wird? Dass der Sinnspruch: �Vergleichen ist das Ende des Gl�cks und der Anfang der Unzufriedenheit� des d�nischen Philosophen S�ren Kierkegaard traurige Wirklichkeit wird - oder etwa bereits ist?
�brigens... der Erfolgsfrage w�re noch nachzugehen. Bedeutet das mehr, bessere, schnellere, perfektere K�nnen und Machen Erfolg, wenn die Qualit�t des Seins vollends im Burnout und der Depression versinkt? Wenn das urspr�nglich Sinnvolle so weit getrieben wird, dass es ins Absurde, Unsinnige absinkt? Durch ein Bildungssystem, welches Kopf, Herz und Hand wohl predigt, durch seine Ausrichtung aber Intuition und Gef�hle ganz einfach vergisst? Wenn es die wichtigste Voraussetzung f�r Begegnung, Beziehung und Kultur im Umgang mit unserer Mit- und Umwelt mit Ausschluss belegt? Effizienz und Rationalit�t �ber Menschlich-keit stellt, Bildung als reinen Kostenfaktor betrachtet - und behandelt?
Der Ausschluss wichtiger Aspekte im Denken und Handeln ist immer wieder verantwortlich f�r ein paradoxes Geschehen: Er bewirkt gerade das, was wir zu verh�ten vorgeben. Diese Tatsache k�nnen wir bis weit in die Vergangen-heit zur�ckverfolgen. Und... der heutige Zustand der Welt liefert Best�tigung. Dass immer h�ufiger von Reformstau die Rede ist, kann so kaum verwundern. Ein Bildungssystem erreicht erst dann Glaubw�rdigkeit, wenn es neben dem Lehren das eigene Lernen nicht ausschliesst. In Beherzigung der Aussage Einsteins anl�sslich der Weltwirtschaftskrise 1929:
�Die Probleme die es in dieser Welt gibt, sind nicht mit derselben Denkweise zu l�sen, welche sie verursacht hat�"
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